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Hillisch Schleifen

Ein besonderes Fest bei den Junggesellen des Dorfes ist die Hillich. Hier verabschieden sich die Junggesellen von der Braut.

Am Abend der standesamtlichen Trauung zogen die Junggesellen zum Elternhaus der Braut, um Hillich zu schleifen. Ein vorderer Heuwagenteil wurde aufgebockt, damit die Räder sich frei drehen konnten. Heute ersetzt dies ein Eisengestell mit Rädern. An die Speichen der Räder wird eine Kette befestigt, womit das Rad dann gedreht wird. Mehrere Junggesellen ziehen kräftig an der Kette, um das Rad möglichst schnell laufen zu lassen. Ein Junggeselle hält eine rostige Sense an die Eisenbänder. Dies erzeugt dann einen durchdringend klagenden und heulenden Ton. Zwischen dem Schleifen werden Lieder wie: “Du schönste aller Schönen“, "Tief im Eifelland", und das "Wollmerather Junggesellenlied" gesungen. Anschließend gratuliert die Dorfjugend, Braut und Bräutigam. Mit dem Geheule und den Liedern bringen die Dorfjungen so ihr Elend über den Verlust einer Dorfblume zum Ausdruck. Dies kann dann nur noch durch das ‚Schmerzensgeld‘ des Bräutigams verkraftet werden. Früher wurde dann in die örtliche Kneipe gezogen. Heute wird die Hillich mit dem Polterabend, zu dem Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen kommen, zusammen gefeiert.

 

Du schönste aller Schönsten

Du schönste aller Schönsten, was hör' ich von dir?
Du willst dich heiraten, wie schwer fällt es dir?

Du willst dich heiraten, du schönes junges Blut,
dann wirst du erfahren, was heiraten tut.

Bald hast du klein’ Kinder, bald hast du groß’ Not
sie schreien zum Vater: "Wir haben kein Brot!"

Wir haben kein Brot und wir haben kein Geld,
du wirst es erfahren wie schwer es dir fällt.

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